SG Kempenich verliert turbulentes Topspiel knapp. Spielunterbrechungen aufgrund von Wetterkapriolen und Handgreiflichkeiten.

April 16, 2019

SG Kempenich verliert turbulentes Topspiel knapp. Spielunterbrechungen aufgrund von Wetterkapriolen und Handgreiflichkeiten.

 

 

SG Kempenich/Spessart/Rieden/Volkesfeld – FC Inter Sinzig (0:1)

 

Spessart. | Am vergangenen Samstagnachmittag traf der Tabellenführer aus Kempenich,Spessart,Rieden und Volkesfeld auf den Zweitplatzierten FC Inter Sinzig. Zuletzt hatte die Mannschaft aus dem oberen Brohl- und Nettetal gepatzt und war auf Wiedergutmachung bedacht. Die Gäste jedoch witterten ihre Chance und wollten sich im Aufstiegsrennen noch nicht geschlagen geben.

 

Zu Beginn gingen beide Teams konzentriert und vorsichtig zu Werke, daher waren Chancen zunächst Mangelware. Sinzig hatte in der Anfangsphase viel Ballbesitz, doch die Hausherren kamen als erstes zu guten Gelegenheiten. Die größte Chance hatte Spielertrainer Patrick Melcher als er alleine auf den gegnerischen Torwart zulief, beim Abschluss den Ball aber nicht richtig traf, sodass dieser weit neben dem Tor landete. Beide Abwehrreihen leisteten gute Arbeit und ließen kaum eine Chance zu. „Defensiv waren wir heute hervorragend eingestellt. Wir haben taktisch gut gegen den Ball gearbeitet und die Räume ab der Mittellinie eng gemacht. Da kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen“, so Kempenichs Co-Trainer Sebastian Bell zum ersten Durchgang. Mitte der ersten Hälfte gingen die Gäste jedoch mit 1:0 in Führung. Nachdem der Sinziger Basel Aziza an der in dem Moment zu zaghaft agierenden Kempenicher Hintermannschaft vorbei ging und seinen Mitspieler Leonhard Cervadiku bediente, der mit einem Sonntagsschuss in den Winkel die Führung für seine Farben bescherte.

 

Die zweite Halbzeit hatte zunächst ähnlich wenig Spielfluss wie die Erste - was vor allem daran lag, dass immer wieder viele Fouls geahndet wurden. Nach einer knappen Viertelstunde wurde das Spiel wegen einer starken Schnee- und Graupelschauer unterbrochen. Da der Platz binnen weniger Minuten mit einer dünnen weißen Schneeschicht bedeckt und keinerlei Spielfeldmarkierungen mehr erkennbar waren, blieb dem Schiedsrichter nichts anderes übrig. Nach einer zwanzig minütigen Pause konnte die Partie dann fortgesetzt werden. Von nun an war Kempenich richtig im Spiel und drückte auf den Ausgleich. Inter Sinzig konnte die „Null“ jedoch vorerst halten und durch die harte Gangart entwickelte sich die Partie zum hitzigen Spiel. Dann musste die Begegnung erneut unterbrochen werden. Dieses Mal jedoch weil ein Sinziger Auswechselspieler die heimischen Fans attackiert hatte und es mit den herbeigeeilten Kempenicher Ordnern sowie einigen Inter-Spielern zu einer Rudelbildung gekommen war. Unverständlich für viele Zuschauer sowie Vereinsverantwortliche der SG, dass die Handgreiflichkeiten der Gastgeber nur eine gelbe Karte des Schiedsrichters nach sich zog. Die Heim-Mannschaft auf dem Platz blieb weiterhin fokussiert und war nun in Gänze spielbestimmend. In der Schlussphase sah dann noch Sinzigs Kapitän Philipp Schirmbeck nach wiederholtem Meckern die Ampelkarte. Der Tabellenführer warf noch einmal alles nach vorne. Co-Trainer Sebastian Bell brachte in Manuel Deuster, nach Angreifer Andre Retterath nochmals einen zweiten frischen Mann, löste die Viererkette auf und zog Außenverteidiger Alex Bell vor. Die Gastgeber kamen letztlich jedoch nur noch zu einer einhundert-prozentigen Gelegenheit, bei der die Sinziger im Strafraum nach einer Standardsituation den Ball nicht geklärt bekamen. Nach einem letzten Schussversuch des aufgerückten Innenverteidigers Nico Degen landete der Ball schließlich in den Armen des Torhüters.

 

In einer hart umkämpften und chancenarmen Partie gewann Inter Sinzig letztlich glücklich, aber nicht völlig unverdient. „Im heutigen Spiel haben wir offensiv zu wenige Chancen kreiert. Zuletzt kommen die Bälle nicht mehr so exakt in die Spitze wie wir das unter der Woche im Training üben. Zudem sind wir zu fahrlässig in der Chancenverwertung“, resümiert Spielertrainer Patrick Melcher die Partie. Und er ergänzt: „Jetzt sind es noch sechs Punkte Vorsprung, die wir verteidigen wollen und werden!“ Und doch waren sich viele einig - ein Unentschieden wäre an diesem Tag auch nicht ganz ungerecht gewesen. So wird es in der Meisterschaft noch einmal eng: Bei noch 4 ausstehenden Spielen führt die SG Kempenich/Spessart/Rieden/Volkesfeld mit sechs Punkten vor dem FC Inter Sinzig.

 

Für die SG spielten: T. Schüller, A. Bell, Degen, Schäfer, Kohlenbeck (Deuster), Lechtenböhmer, M. Bell, Heinrichs (Retterath), Montermann, Melcher, Arenz.

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